Themen am Sonntag

Am Sonntag geht es in insgesamt 5 Modulen um theoretische Hintergründe und individuelle Lösungsansätze.

Mit nachvollziehbaren, praxisnahen Beispielen und visueller Unterstützung durch Bild- und Videomaterial machen wir euch fit und selbstbewusst für die Praxis.

Das Programm am Sonntag

9:00 – Begrüßung – Ethik im Pferdetraining
9:30 – Gefühl im Focus – Klassische Konditionierung
10:45 – Effektivität ist nicht genug – Lernen durch Konsequenzen
12:30 – Mittagspause
13:30 – Mehr als Futter – Futter und alternative Verstärker
14:45 – Grünes Licht für Verhalten – Signale und Signalkontrolle
16:00 – Troubleshooting – Frustfreier Umgang mit Fehlern im Training
18:00 – Verabschiedung

Ethik im Pferdetraining

In den letzten 100 Jahren hat sich viel verändert. Schaut man sich die Flugzeuge oder Autos an, wie sie noch vor 100 Jahren gebaut worden sind und wie sie heute aussehen, stellt man einen großen Unterschied fest. Wenn wir uns jedoch das Training von Pferden ansehen, stellen wir schnell fest, dass wir zwar besser geworden sind, aber immer noch die gleiche Art von „Druckaufbau und nachlassen“ verwenden.

In Zeiten, in denen wir uns mehr und mehr um das Wohl der Tiere kümmern und einen bewussten Umgang mit ihnen Leben, sollte nicht Effektivität der Maßstab guten Trainings sein, sondern ein Tier, dass sich im Training wohlfühlt und gerne mitarbeitet. 

Gefühl im Fokus – Klassische Konditionierung

Ob wir abends durch eine dunkle Gasse gehen und uns fürchten, oder fröhlich ein Lied summen, ist abhängig davon, welche Erfahrungen wir in unserem Leben gemacht haben und was wir mit dieser Situation verknüpfen. Auch unsere Pferde verknüpfen Situationen, Handlungen, Verhalten oder Reize mit einem entsprechenden Gefühl. Sehr häufig geht es im Training um vor allen Dingen um Verhalten, dabei ist das Gefühl, welches mit dem Verhalten verbunden wird, mindestens genauso wichtig. Schließlich trainieren wir in erster Linie eines: ein Lebewesen, eine eigenständige Persönlichkeit mit Emotionen und Gefühlen, wie auch wir sie haben. 

In diesem Vortrag geht es darum, welche Rolle klassische Konditionierung im Training spielt und wie diese zu einer guten Pferd-Mensch-Beziehung beitragen kann.

Effektivität ist nicht genug – Lernen durch Konsequenzen

Während wir uns im vorangegangenen Modul darum gekümmert haben, wie Gefühle im Training zustande kommen und wann ein Reiz unmittelbar zu einem Verhalten führt, geht es in diesem Modul um bewusste Entscheidungen des Pferdes. Auch hier spielt das Gefühl hinter dem Verhalten eine tragende Rolle, denn das Pferd trifft diese Entscheidungen stets, weil es sich besser fühlen möchte.

Während es im traditionellen Training mit Druckaufbau und -nachlassen für ein Verhalten entscheidet, um Erleichterung zu erlangen und eine unangenehme Konsequenz zu vermeiden, trifft es im positiven Training Entscheidungen, weil es sich etwas Angenehmes verspricht, so dass wir ihm größtmögliche Wahlfreiheit bieten und trotzdem zuverlässiges Verhalten trainieren können. Wie würdest Du Dich entscheiden, wenn Du die Wahl hättest?

Mehr als Futter – Futter und alternative Verstärker

Die Basis der positiven Verstärkung stellt Futterbelohnung dar, daran führt kein Weg vorbei. Denn Futter lässt sich bei jedem Pferd zuverlässig, schnell und präzise als Verstärker einsetzen und sport Pferde zu Höchstleistungen an.

Neben dem Einsatz von Futter gibt es jedoch noch weitere Verstärker, auf die wir im Training zurückgreifen können. Richtig aufgebaut, kann außerdem jedes Signal oder jedes Verhalten als Verstärker dienen.

Und dann wäre da natürlich auch noch das Thema „intrinsische Motivation“, also Verhalten um des Selbstwillen auszuführen – einfach weil es Spaß macht.

In diesem Vortrag erleutern wir die unterschiedlichen Verstärker und ihren Einsatz in der Praxis.

Grünes Licht für Verhalten – Signale und Signalkontrolle

Signale geben Sicherheit! Können wir die Signale, die das Pferd uns gibt, deuten, so fühlen wir uns sicher, denn wir können entsprechend reagieren. Dem Pferd geht es hierbei ebenso: erst durch zuverlässige Signale wird eine Kommunikation zwischen Pferd und Mensch möglich, so dass der Alltag zwischen Pferd und Mensch stressfrei verlaufen kann. Denn wer möchte schon ein Pferd, dass nur zu 70% mit Stehenbleiben reagiert, wenn wir danach fragen, oder permanent unerwünscht Verhalten abspult?

Im Training mit positiver Verstärkung funktionieren Signale wie eine grüne Ampel: Sie sagen dem Pferd, welches Verhalten sich lohnt und damit von uns gewünscht wird. Eine gute Signalkontrolle ist also unerlässlich für eine gesunde Kommunikation.

Troubleshooting – Frustfreier Umgang mit Fehlern im Training

Solange im Training alles nach Plan läuft, erscheinen uns eine positive Lösungen möglich. Doch viele Pferdebesitzer fühlen sich überfordert, wenn das Pferd nicht wie erwartet reagiert. Gerade unerfahrene Trainer verfallen hier häufig in alte Muster und haben das Gefühl „sich durchsetzen zu müssen“. Dabei gibt es viele Gründe, warum Verhalten nicht funktioniert – und damit auch jede Menge Möglichkeiten, durch positives Training entgegen zu wirken.

In diesem Modul geht es darum, wie wir im Sinne positiver Verstärkung vorgehen und so für Pferd und Mensch eine Lösung finden können, die sich gut anfühlt und langfristig funktioniert.

 

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